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Stappenbach mit Siegesserie - "Die perfekte Welle"
Quelle: anpfiff.info (Text: Anpfiff-Reporter Ralf Riemke)
Die DJK Stappenbach hat nach der Auftaktniederlage gegen den TSV Burghaslach eine Siegesserie hingelegt. Lohn ist nach 18 Punkten aus den letzten sechs Spielen mittlerweile der zweite Platz. Für die Tabellenführung könnte es mit einem Sieg im Nachholspiel reichen. Trainer Matthias Remki hofft, auch die nächsten Wochen weiter auf der aktuellen Erfolgswelle reiten zu können. Denn ganz ohne Sorgen ist er nicht.
„Bei uns läuft es momentan sehr gut!“ Der Aussage von Matthias Remki ist wenig hinzuzufügen. Peu a peu hat sich sein Team nach oben gearbeitet. Ein total verpatzter Saisonauftakt ging allerdings voraus. In einem turbulenten Spiel musste die DJK vier Platzverweise wegstecken. Nach einer frühen Führung lag man zur Pause mit 1:3 zurück, kassierte dann drei Mal Rot und einmal Gelb/Rot, kam trotz allem noch auf 2:3 heran, um am Ende dennoch zu verlieren. Es folgten sechs Siege am Stück, unter anderem am vergangenen Mittwoch gegen einen starken SV Pettstadt II, dem so der Sprung an die Tabellenspitze vermasselt wurde.
Verletzte Leistungsträger Dass es so gut läuft, kommt auch für den Trainer selbst etwas überraschend. Zwar hatte der von Anfang an das Ziel Aufstieg ausgegeben, musste jedoch bis dato immer wieder Leistungsträger ersetzen. Mit Matthias Denzler (Knieprobleme), Markus Pfaffenberger (Kreuzbandriss) und Christian Dotterweich (Studium in den Vereinigten Staaten) konnten gleich drei Stammspieler noch überhaupt nicht eingesetzt werden. Alexander Keiling (Probleme mit dem Syndesmoseband), Johannes Gerner (Rückenprobleme), Reimund Teusel (beruflich verhindert), Patrick Schäfer (Bänderprobleme) und Matthias Remki selbst (Muskelfaserriss), standen bzw. stehen weitere etablierte Kräfte nicht bzw. kaum zur Verfügung. „Es fehlten bisher eigentlich immer zwei oder drei Mann bei den Spielen“ so der Coach.
Junge Nachwuchskräfte Der Not gedrungene Verzicht auf diese „Top-Leute“, wie Remki sie bezeichnet, hat dafür einen positiven Nebeneffekt hervor gebracht. Die Youngsters haben „voll eingeschlagen“, so der Spielertrainer. Mit Stefan Lang, Markus Weisel, Daniel Lamprecht und Tobias Hartmann sind Spieler in die Bresche gesprungen, die vorher nicht unbedingt jeder auf der Rechnung hatte. „Die Jungen sind momentan super drauf, an ihnen gibt es nichts auszusetzen. Ich bin richtig stolz auf sie“, bekennt er. Notgedrungen wurde das Spiel auf sie zugeschnitten, was dem Erfolg der Truppe bisher in keiner Weise abträglich war. Gleichwohl weiß auch Remki, dass seine junge Mannschaft momentan „am Limit“ spielt.
Luxusprobleme Da täte die Unterstützung eines erfahrenen Spielers manchmal gut. Auch der Trainer sieht das so: „Es tut schon weh, solche Hochkaräter draußen zu sehen“, gibt er zu. Und weiter: „wenn alle da wären und zur Verfügung stünden, dann hätten wir einen Überfluss an guten Spielern!“ Auf der einen Seite mag dies ein Luxusproblem sein, auf der anderen Seite haben eben genau die Spieler, die eingesprungen sind, ihre Chance genutzt. Gerade in den Spielen gegen den FC Röbersdorf, aber vor allem auch jüngst gegen den SV Pettstadt II haben sie Moral bewiesen. „Da haben wir uns die drei Punkte gegen einen ganz starken Gegner wirklich erkämpft und deshalb am Ende auch verdient.“
Interne Umstellung Ein weiterer Mosaikstein im Erfolgsbild mag auch die interne Umstellung auf der Sechser-Position gewesen sein. Nachdem Matthias Remki aufgrund von Verletzungssorgen und wegen seiner im Eröffnungsspiel erhaltenen Roten Karte nicht zur Verfügung stand, rückte Daniel Burkard auf die Schaltposition im Mittelfeld. „Er hat das in er Vorbereitung schon zwei Mal gespielt und dabei überzeugt“, erklärt er den Schritt dorthin auch im Punktspielbetrieb. Burkard beackert also nicht mehr die Außenbahn, bleibt aber dennoch torgefährlich. Mit fünf Treffern ist er schon wieder erfolgreichster Schütze seines Teams.
Alles was zählt Der Ritt auf der Erfolgswelle könnte nach dem Willen des Trainers noch etwas weiter gehen. Die richtig dicken Brocken folgen nämlich noch. Im Oktober geht es gegen die Tabellennachbarn aus Frensdorf, Schlüsselfeld und Sambach. Ein kleines Punktepolster könnte also bis dahin nicht von Schaden sein. Nimmt man die Zielsetzung des Trainers, dann müssten aber auch diese Kontrahenten geschlagen werden. „Wir wollen klipp und klar um den Aufstieg mitspielen, alles andere zählt für mich nicht!“ gibt er zu erkennen. Im Prinzip hat er für dieses Vorhaben die gleiche Mannschaft zur Verfügung, die dieses Ziel letzte Saison eindeutig verpasst hat. Aber erstens „ist heuer die Einstellung bei vielen besser“ und zweitens die Liga „ausgeglichener“. Remki sieht genauso wie viele der übrigen Trainer keinen großen Ausreißer nach oben, wie es im vergangenen Jahr noch der DJK-FC Thüngfeld oder zum Schluss der TSV Schlüsselfeld war.
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